Pflanzliche Nahrungsergänzung
Sekundäre Pflanzenstoffe sind für den menschlichen Organismus nicht lebensnotwendig, erfüllen aber äußerst wichtige Funktionen für unsere Gesundheit und zahlreiche Stoffwechselprozesse. Sie kommen ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor.
Bei einer ausgewogenen Ernährung (Mischkost) nimmt jeder Mensch ca. 1,5 g sekundäre Pflanzenstoffe auf – Vegetarier und Veganer oftmals auch mehr. Um täglich eine ausreichende Zufuhr der wichtigsten Pflanzenstoffe zu garantieren, empfehlen sich vor allem Obst, Gemüse, Samen und Nüsse, Vollkornprodukte, pflanzliche Öle und Kräuter.
Die bunte Vielfalt an primären und sekundären Pflanzenstoffen
Es gibt zwei Hauptkategorien von Pflanzenstoffen: primäre und sekundäre Pflanzenstoffe. Während primäre Pflanzenstoffe, wie Kohlenhydrate, Proteine und Fette, die energieliefernden Bestandteile der Pflanzen sind, kommen sekundäre Pflanzenstoffe nur in kleinen Mengen vor und liefern keine Energie. Sie verleihen Pflanzen nicht nur Farbe, Duft und Aroma, sondern erfüllen auch teilweise essenzielle Schutzfunktionen. Sie helfen Pflanzen, sich vor Fressfeinden, UV-Strahlung oder Pilzbefall zu schützen. In Bezug auf den menschlichen Körper unterstützen sie diverse Stoffwechselprozesse und die normale Funktion des Immunsystems.
Anhand ihrer chemischen Eigenschaften und Struktur werden sekundäre Pflanzenstoffe in unterschiedliche Typen eingeteilt. Im Folgenden findest du eine Auswahl der bedeutendsten Gruppen.
Wichtige Gruppen sekundärer Pflanzenstoffe
Pflanzenstoff: Carotinoide
Funktion: Antioxidativ, Unterstützung des Immunsystems und der Augengesundheit
Hauptquelle: Karotten, Paprika, Spinat, Tomaten
Pflanzenstoff: Flavonoide
Funktion: Entzündungshemmend, unterstützt die Regulierung des Blutdrucks und Blutzuckers
Hauptquelle: Äpfel, Beeren, grüner Tee, Zwiebeln
Pflanzenstoff: Polyphenole
Funktion: Antioxidativ, schützt Blutgefäße, reduziert Entzündungen
Hauptquelle: Äpfel, Kirschen, grüner Tee, Kaffee, Vollkornprodukte
Pflanzenstoff: Phytosterine
Funktion: Senkt Cholesterinspiegel
Hauptquelle: Nüsse, Samen, Soja, Vollkornprodukte
Pflanzenstoff: Sulfide
Funktion: Antimikrobiell, entzündungshemmend, reguliert Blutdruck
Hauptquelle: Knoblauch, Zwiebeln, Lauch
Carotinoide
Mit dem Wort Carotinoide verbindest du vielleicht die Karotten und das ist ganz richtig, denn Carotinoide finden sich als Farbstoff in Pflanzen und ihren Früchten. Carotinoide verleihen Pflanzen wie Paprika, Tomaten, Karotten, Kürbissen, oder Spinat ihre rote, gelbe oder auch grüne Farbe. Die Farben schützen Pflanzen vor UV-Strahlung und möglichen Infektionen. Zu den bekanntesten Carotinoiden zählen α- und β-Carotin. β-Carotin (Provitamin A) kann bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt werden. Weitere bekannte Carotinoide sind Lutein, Lykopin und Zeaxanthin.
Flavonoide
Flavonoide kommen ausschließlich in Pflanzen vor und treten in Form von blauen, hellgelben, violetten oder roten Farbstoffen beispielweise in Äpfeln, Kirschen oder grünem Tee auf. Je nach Lebensmittel, Reifegrad und Lagerung des Nahrungsmittels variiert die Menge der vorhandenen Flavonoide. Zur Gruppe der Flavonoide zählen Flavone, Flavonole, Isoflavone, Anthocyane und Flavanole.
Polyphenole
Polyphenole sind verbreitete Pflanzenstoffe und kommen in überwiegend den Randschichten verschiedener Obst-, Gemüse- sowie Getreidesorten vorkommen. Sie verleihen Obst- und Gemüsesorten wie Äpfel, Kirschen, Grünkohl oder Melanzani ihre rote, blaue oder violette Farbe. Phenolsäure ist vor allem aufgrund seines bitter-säuerlichen Geschmacks bekannt (z.B. in schwarzem Tee).
Phytosterine
Phytosterine, auch bekannt als Phytosterole, sind natürliche pflanzliche Verbindungen, welche vor allem in fettreichen Pflanzenteilen wie Nüssen, Pflanzensamen wie Sonnenblumenkernen, Sesam, oder Soja, und Hülsenfrüchten vorkommen. Sie besitzen eine cholesterinähnliche chemische Struktur und treten in verschiedenen Formen auf.
Sulfide
Sulfide werden den schwefelhaltigen chemischen Verbindungen zugeordnet. Sie verleihen Knoblauch, Zwiebeln und Lauch ihren charakteristischen Duft und den aromatischen Geschmack.
Welche Lebensmittel enthalten sekundäre Pflanzenstoffe?
Sekundäre Pflanzenstoffe kommen in fast allen pflanzlichen Lebensmitteln vor. Sie sind nicht nur in frischem Obst und Gemüse enthalten, sondern auch in gering verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot, Tees, Gewürze oder pflanzlichen Ölen. Zu den besten Quellen gehören:
- Früchte (Äpfel, Kirschen, Beeren)
- Gemüse (Karotten, Spinat, Brokkoli)
- Kräuter (Petersilie, Basilikum, Rosmarin)
- Nüsse und Samen (Walnüsse, Sonnenblumenkerne)
- Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen)
- Vollkornprodukte
Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre positive Wirkung auf den Körper
Sekundären Pflanzenstoffen werden diverse positive Effekte auf die körperliche Gesundheit zugeschrieben. Sie können antioxidative Wirkungen auf die Zellen haben, indem sie diese vor freien Radikalen schützen. Außerdem werden ihnen antimikrobielle und cholesterinsenkende Eigenschaften zugesprochen.
- Carotinoide wirken beispielweise antioxidativ sowie cholesterinsenkend.
- Einige Flavonoide haben antimikrobielle Eigenschaften und können dadurch Bakterien, Pilzen und Viren entgegenwirken. Darüber hinaus sind sie entzündungshemmend und regulieren Blutdruck sowie Blutzuckerspiegel.
- Polyphenolen spricht man antioxidative, cholesterinsenkende und entzündungshemmende Eigenschaften zu. Hinzu kommen Schutz vor freien Radikalen und eine positive Wirkung auf die Elastizität der Blutgefäße.
- Phytosterine können eine Senkung des Cholesterinspiegels im Blut fördern, indem sie die Cholesterinaufnahme im Darm hemmen.
- Auch Sulfate wirken antimikrobiell, antientzündlich und regulierend auf Blutdruck und Cholesterinspiegel.
Zusammenfassend sind sekundäre Pflanzenstoffe gut für ein starkes Immunsystem.
Darauf solltest du bei der Einnahme von pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln achten
Beachte immer die Einnahmeempfehlungen auf der Verpackung und konsultiere bei spezifischen gesundheitlichen Fragen, insbesondere bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten, deinen Arzt. Eine ausgewogene Ernährung mit pflanzlichen Lebensmitteln ist wichtig, aber pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel können eine wertvolle Unterstützung bieten.
Wie viele sekundäre Pflanzenstoffen sollte ich täglich zu mir nehmen?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse zu konsumieren (ca. 400 g Gemüse und 250 g Obst), um eine ausreichende Zufuhr sekundärer Pflanzenstoffe zu gewährleisten. Falls dies im Alltag schwer umzusetzen ist, können pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel eine praktische und effektive Lösung bieten.
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Häufige Fragen und Antworten zu pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln
Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?
Sekundäre Pflanzenstoffe sind natürliche Verbindungen in Pflanzen, die den Pflanzen Farbe, Aroma und Schutz verleihen. Sie können positive Effekte auf die menschliche Gesundheit haben. Dazu gehören unter anderem antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.
Was sind Beispiele für sekundäre Pflanzenstoffe?
Zu den bekanntesten sekundären Pflanzenstoffen gehören Carotinoide, Flavonoide, Polyphenole, Phytosterine und Sulfide.
Was ist der Unterschied zwischen primären und sekundären Pflanzenstoffen?
Primäre Pflanzenstoffe wie Kohlenhydrate und Fette liefern Energie, während sekundäre Pflanzenstoffe keine Energie liefern, aber der Pflanze Schutz und ihre Farbe verleihen. Sie können zudem die Gesundheit fördern.
Was sind pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel?
Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte, die natürliche Pflanzenextrakte enthalten und in Form von Kapseln, Pulver oder Flüssigkeit eingenommen werden. Sie unterstützen die Gesundheit und liefern wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralien aus Pflanzen.
Wann sollte ich sekundäre Pflanzenstoffe als Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehmen?
Eine ausgewogene Ernährung liefert in der Regel ausreichend sekundäre Pflanzenstoffe, wie z. B. Polyphenole. In bestimmten Lebenssituationen kann jedoch eine zusätzliche Zufuhr sinnvoll sein, etwa bei Stress, geringer Obst- und Gemüseaufnahme, erhöhter Belastung oder einseitiger Ernährung. Auch Sportler, Senioren oder Vielbeschäftigte können von einer zusätzlichen Einnahme profitieren. Allerdings sollten Nahrungsergänzungsmittel immer als Ergänzung zu einer abwechslungsreichen Ernährung betrachtet werden.
Können Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzen-Extrakten während der Schwangerschaft und Stillzeit bedenkenlos eingenommen werden?
Für viele Pflanzen-Extrakte liegen bislang keine ausreichenden wissenschaftlichen Studien vor, die ihre Sicherheit in dieser sensiblen Lebensphase eindeutig bestätigen. Die Datenlage ist daher häufig nicht ausreichend, um eine unbedenkliche Anwendung sicher beurteilen zu können.
Wir empfehlen deshalb, Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzen-Extrakten in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt einzunehmen.
Sind pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel immer vegan?
Nein, pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel sind nicht automatisch vegan. Manche Produkte enthalten tierische Bestandteile, zum Beispiel Gelatine in Kapseln oder Vitamin D, das aus Lanolin (Fett der Schafwolle) gewonnen wird. Achte daher auf vegane Zertifikate oder eine vollständige Zutatenliste, wenn du sicher vegan bleiben willst.